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Sehenswürdigkeiten auf Teneriffa: was sich lohnt und was einen ganzen Tag kostet

Aktualisiert 9. September 2026 · 8 Min. Lesezeit

Teneriffa: Tour zum Nationalpark Teide, nach Masca, Icod und Garachico

Teneriffa lässt sich mit einer einzigen Zahl erklären: 3.715 Meter. So hoch steht der Teide über einer Insel, die an ihrer breitesten Stelle keine fünfzig Kilometer misst. Ein Berg dieser Größe auf so wenig Fläche macht aus einem Eiland zwei Inseln – der Nordostpassat läuft gegen die Nordhänge, lässt seine Feuchtigkeit dort und kommt im Süden trocken an.

Aus dieser einen Tatsache folgt fast alles, was Reisende hier beschäftigt: warum der Norden grün ist und der Süden nicht, warum die Boote im Südwesten ablegen, warum an der Costa Adeje an rund 36 Tagen im Jahr Regen fällt und warum man an einem Vormittag von Palmen in eine Landschaft fahren kann, in der es nachts friert.

Der Bestand, den diese Seite vergleicht, umfasst 307 Angebote ab 6 €, mit einem mittleren Preis von 66 €. 62 davon nennen schon im Titel den Teide. Das ist die Rangordnung der Insel, in einer Zeile.

Der Teide: der Grund, warum die meisten kommen

Der Nationalpark ist seit Juni 2007 UNESCO-Weltnaturerbe und mit rund 5,1 Millionen Besuchern im Jahr 2025 der meistbesuchte Nationalpark Spaniens. An Augusttagen stehen dort mehr als 15.000 Menschen gleichzeitig. Wer Einsamkeit sucht, kommt früh oder abends.

Die Seilbahn bringt einen von 2.356 auf 3.555 Meter, in acht Minuten und ohne einen Schritt zu gehen. Oben ist es rund fünfzehn Grad kälter als am Meer, und bei zu viel Wind steht die Bahn – das passiert häufiger, als es in Reiseprospekten steht. Die letzten 160 Höhenmeter zum Krater sind der Weg 10, Telesforo Bravo: 0,69 Kilometer mit Steigungen bis 60 Prozent, und dafür braucht es eine Reservierung über die Plattform Tenerife ON, buchbar bis 56 Tage im Voraus.

Seit dem 19. Januar 2026 ist dieser Weg außerdem kostenpflichtig. Auswärtige zahlen 15 €, Residenten der übrigen Kanarischen Inseln 6 €; für Teneriffa-Residenten und Kinder unter 14 Jahren bleibt er frei. Das Geld geht in den Erhalt des Parks. Für Familien heißt das: Der Gipfel ist ein reguliertes hochalpines Ziel und kein Programmpunkt zwischen Frühstück und Strand – die Teide-Touren mit Seilbahnticket und Transfer, 74 Angebote ab 20 €, führen zur Bergstation, nicht auf den Krater.

Die zweite Hälfte des Berges ist die Nacht. Weil der Gipfel über der Wolkenschicht steht, gehört der Himmel hier zu den klarsten Europas; 15 Angebote im Bestand sind Sternen- oder Sonnenuntergangsfahrten. Es ist oben kalt, und die Rückkehr liegt weit nach Mitternacht. Wer das mit Kindern plant, findet die Altersfrage unter Teneriffa mit Kindern.

Der Westen: Steilküste und eine Schlucht mit Anmeldung

Bei Los Gigantes fällt die Küste 500 bis 800 Meter senkrecht in den Atlantik. Man sieht die Wand am besten vom Wasser aus, und genau dafür gibt es 13 Bootstouren ab Los Gigantes ab 25 €. Von Land sieht man die Kante, nicht die Höhe.

Dahinter mündet der Barranco de Masca. Die Schlucht ist seit ihrer Wiedereröffnung streng geregelt: rund fünf Kilometer in eine Richtung, etwa vier Stunden abwärts, Mindestalter acht Jahre, Helm wird gestellt und muss getragen werden, und ohne geschlossene Bergschuhe mit Profil kommt niemand an den Einstieg – Turnschuhe und Sandalen werden am Besucherzentrum abgewiesen. Der Zugang kostet ab 40,66 € pro Person und muss vorab gebucht werden; der Rückweg führt üblicherweise per Boot nach Los Gigantes. Vierzehn Angebote im Bestand nennen Masca im Titel, die meisten davon als Bootsfahrt ohne Wanderung.

Ganz im Nordwesten liegt Punta de Teno, ein Leuchtturm auf schwarzem Fels mit Blick auf die Steilküste. Die Zufahrt TF-445 ist für private Fahrzeuge, Fußgänger und Fahrräder gleichermaßen gesperrt. Wer hin will, nimmt den Titsa-Bus der Linie 369 ab Buenavista del Norte, rund zwanzig Minuten für 1 € je Fahrt: von Oktober bis Juni täglich zwischen 10 und 19 Uhr, im Hochsommer zwischen 8 und 20 Uhr. Ausgenommen sind Taxis und Fahrzeuge mit Behindertenausweis. Wegen Straßenbauarbeiten kann der Zugang zeitweise ganz entfallen – das gehört vor der Fahrt nachgesehen.

Der Norden: die ältere Hälfte

Puerto de la Cruz war Badeort, als es die Hotelburgen im Süden noch nicht gab, und ist es geblieben – 14 Angebote im Bestand starten oder enden hier. Der Loro Parque liegt am Ortsrand, die schwarze Playa Jardín davor, und die Meerwasserbecken des Lago Martiánez sind die Antwort des Nordens auf einen Atlantik, der hier selten zum Baden einlädt.

La Orotava darüber hat die Herrenhäuser und die Holzbalkone, für die Teneriffa vor dem Massentourismus bekannt war. Icod de los Vinos hat den Drago Milenario, einen Drachenbaum, dessen Alter je nach Quelle zwischen achthundert und tausend Jahren angegeben wird – niemand weiß es genau, weil diese Bäume keine Jahresringe bilden. Unter dem Ort liegt die Cueva del Viento, mit rund 18 Kilometern die längste Lavaröhre Europas. Besichtigt wird nur mit Führung, höchstens fünfzehn Personen gleichzeitig, für etwa 25 € und nur mit Voranmeldung.

Garachico ist der Ort, an dem man Geschichte sehen kann: 1706 lief ein Lavastrom durch den damals wichtigsten Hafen der Insel und füllte ihn auf. Was blieb, sind die Naturbecken von El Caletón – erstarrte Lava, in der heute das Meer steht.

Und La Laguna, die alte Hauptstadt, gehört seit 1999 zum UNESCO-Welterbe. Der Grund ist ihr Grundriss: eine ungeschützte Stadt nach dem Reißbrett, deren Schachbrettplan später in Lateinamerika immer wieder kopiert wurde.

Anaga und die Ostspitze

Das Anaga-Gebirge ist der älteste Teil der Insel und seit 2015 Biosphärenreservat. In den Schluchten steht Lorbeerwald, ein Vegetationstyp, der in Europa sonst kaum überlebt hat: Nebelwald, der sein Wasser aus der Wolke kämmt statt aus dem Regen. Unten liegen Taganana und die schwarzen Strände von Benijo, oben ein Wegenetz, das man nicht nebenbei mitnimmt. Zehn Angebote führen dorthin.

Santa Cruz ist Verwaltungsstadt und Hafen, mit Calatravas Auditorio als Wahrzeichen und der Playa de las Teresitas davor – heller Sand, der in den sechziger Jahren aus der Westsahara herangeschafft wurde, weil die Insel selbst keinen hat. Elf Angebote nennen die Stadt im Titel. Wer im Februar kommt, sollte wissen, dass der Karneval hier zu den größten der Welt zählt und die Stadt dann eine andere ist.

Das Wasser: der Teil, den es nur hier gibt

Vor der Südwestküste liegt das Meeresschutzgebiet Teno-Rasca, seit Anfang 2021 als erstes Whale Heritage Site Europas ausgezeichnet. Kurzflossen-Grindwale und Große Tümmler leben dort ganzjährig, etwa zwanzig Minuten Fahrt vor der Küste. Das ist der eigentliche Unterschied zu fast allen anderen Zielen mit Walbeobachtung: Es gibt keine Saison, auf die man warten müsste. 38 Angebote stehen unter Wale und Delfine beobachten, ab 26,40 €, und die meistgebuchte Fahrt der Insel ist eine davon.

Was dabei nicht passiert, gehört ins Vorgespräch: Die Boote halten Abstand, bleiben begrenzte Zeit bei einer Gruppe, und Anfassen oder Mitschwimmen ist untersagt. Unter Wasser geht es unter Schnorcheln und Tauchen weiter, 50 Angebote ab 22,95 € – und an Land, für alles, was weder Boot noch Berg ist, unter Buggy- und Quad-Touren ab 56,95 €.

Was man in einer Woche wirklich schafft

Die ehrliche Antwort lautet: nicht alles. Von der Costa Adeje bis Puerto de la Cruz ist es gut eine Stunde, ins Anaga-Gebirge eher zwei. Wer im Süden wohnt und den Teide, den Nordwesten und Anaga sehen will, gibt dafür drei Tage her – und sollte sie nicht hintereinanderlegen.

Zwei Fehler kosten den meisten Reisenden ihren schönsten Tag. Der erste: Teide und Nordküste am selben Tag. Das sind neun Stunden, von denen fünf im Auto vergehen. Der zweite: den Norden nach dem Wetter im Süden beurteilen. Wenn an der Costa Adeje die Sonne scheint, kann über La Orotava eine geschlossene Wolkendecke liegen – und umgekehrt hat der Norden an manchen Wintertagen den klareren Himmel.

Der Süden selbst ist ein eigenes Kapitel: 67 der 307 Angebote nennen einen Ort dort im Titel, gegenüber 38 für den gesamten Norden. Welcher Küstenort zu wem passt und wo welches Boot ablegt, steht unter Der Süden Teneriffas.

Wer mit kleinen Kindern reist, findet die Auswahl nach Alter unter Teneriffa mit Kleinkind und Teneriffa mit Baby; was vor jeder Bootsbuchung geklärt sein sollte, steht unter Bootstour ab welchem Alter.

Die meistgebuchten Touren

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